Mit 116 km/h bei Tempo 100 geblitzt: Welche Strafe droht 2026?
16.08.2026, 16:35
Wer mit 116 km/h bei erlaubten 100 km/h erfasst wurde, liegt nach dem zugrunde gelegten Toleranzabzug 16 km/h über dem Limit. Für Pkw und Motorrad beträgt das Regelsbußgeld 60 €; Punkte oder ein Fahrverbot sind in dieser Stufe nicht vorgesehen.
In der 100er-Zone mit 116 km/h geblitzt: Bußgeld, Punkte und Fahrverbot
Bei 16 km/h Überschreitung unterscheiden sich die Regelsätze je nach Fahrzeugart. Die Tabelle zeigt Pkw, Motorrad, Pkw mit Anhänger und Lkw über 3,5 t direkt im Vergleich:
| Fahrzeugtyp | Bußgeld | Punkte | Fahrverbot | Einspruch |
|---|---|---|---|---|
| PKW | 60 € | – | Kostenlos prüfen | |
| Motorrad | 60 € | – | Kostenlos prüfen | |
| PKW mit Anhänger | 140 € | 1 Punkt | – | Kostenlos prüfen |
| LKW über 3,5t | 140 € | 1 Punkt | – | Kostenlos prüfen |
| Typ | Bußgeld | P | FV |
|---|---|---|---|
| PKW | 60 € | – | |
| Motorrad | 60 € | – | |
| Anhänger | 140 € | 1 | – |
| LKW | 140 € | 1 | – |
P = Punkte, FV = Fahrverbot. Bei einem Bußgeldbescheid können zusätzlich Gebühren und Auslagen anfallen.
Wie ist diese Sanktionsstufe einzuordnen?
Mit 16 km/h zu viel liegt dieser Fall noch 5 km/h unter der außerörtlichen Punkteschwelle von 21 km/h. Entscheidend ist deshalb vor allem, ob der vorwerfbare Wert und der Toleranzabzug korrekt bestimmt wurden.
Das Bußgeld für Pkw mit Anhänger bzw. Lkw liegt in dieser Stufe um 80 € höher als bei Pkw und Motorrad. Zusätzlich weist die Tabelle für diese Fahrzeuggruppe 1 Punkt mehr aus. Für Gespanne und schwere Fahrzeuge muss zusätzlich geprüft werden, welches Tempolimit für das konkrete Fahrzeug am Messort tatsächlich galt.
Mit 116 km/h in der 100er-Zone geblitzt?
Bei einem Vorwurf von 116 km/h geht es für Pkw und Motorrad derzeit um 60 € ohne Punkt. Eine Prüfung kann trotzdem sinnvoll sein, wenn Messwert, Toleranz oder das am Messort geltende Limit unklar sind. Mit dem kostenlosen Blitzer-Check können Sie Messwert, Toleranz und Messunterlagen zu Ihrem konkreten Vorwurf von 116 km/h prüfen lassen.
Kostenlos prüfenPost von der Bußgeldstelle: Welcher Toleranzabzug steckt hinter dem Messwert 116 km/h in einer 100er-Zone?
Bei der amtlichen Geschwindigkeitsüberwachung wird vom geeichten Messwert eine Verkehrsfehlergrenze zugunsten des Betroffenen abgezogen. Bei Messwerten bis 100 km/h sind das grundsätzlich 3 km/h, bei Werten über 100 km/h 3 % des Messwerts. Für die Sanktion zählt anschließend der von der Behörde zugrunde gelegte vorwerfbare Wert.
Bei einem vorwerfbaren Wert von 116 km/h ist regelmäßig die 3-%-Stufe relevant. Rückwärts gerechnet entspräche das ungefähr einem geeichten Messwert von 120 km/h und einem Abzug von rund 4 km/h. Das ist nur eine Orientierung; die tatsächlichen Werte stehen in den Mess- und Verfahrensunterlagen.
Die Rechnung rekonstruiert keinen amtlichen Rohmesswert, sondern zeigt nur, wie der vorwerfbare Wert von 116 km/h rechnerisch in der 3-%-Systematik einzuordnen ist.
Für diesen Fall ist entscheidend, ob der in den Unterlagen angesetzte Sicherheitsabschlag tatsächlich zu dem Wert führt, auf dessen Grundlage die 16 km/h Überschreitung berechnet wurden.
Die allgemeinen Sanktionen für diese Überschreitungsstufe finden Sie zusätzlich auf der Übersicht 16 km/h zu schnell außerorts.
116 km/h bei Tempo 100 auf der Autobahn: Was gilt?
War auf einem Autobahnabschnitt durch Verkehrszeichen Tempo 100 angeordnet und werden 116 km/h als vorwerfbare Geschwindigkeit zugrunde gelegt, beträgt die Überschreitung ebenfalls 16 km/h. Für Pkw und Motorrad gelten dann die außerörtlichen Regelsätze aus der Tabelle: 60 € Bußgeld und kein Punkt.
Ohne eine entsprechende Beschilderung lässt sich Tempo 100 auf der Autobahn nicht allein aus der allgemeinen 100-km/h-Regel für Landstraßen ableiten. Deshalb ist bei einem Vorwurf wie „116 km/h bei 100 auf der Autobahn“ die tatsächlich angeordnete Höchstgeschwindigkeit am Messort ein zentraler Prüfpunkt.
Blitzer mit korrektem Abstand zum Tempo 100 Schild aufgestellt?
116 km/h werden Ihnen 16 km/h zu viel vorgeworfen. In bestimmten Bundesländern muss ein Blitzer einen bestimmten Abstand zur gekennzeichneten Geschwindigkeitsbegrenzung haben. Prüfen Sie jetzt kostenlos und unverbindlich, ob die Messstelle den Bestimmungen entsprach.
Zum Blitzer-CheckWas sollte bei einer Blitzermessung von 116 km/h bei Tempo 100 geprüft werden?
Für die Bewertung des Vorwurfs sind vor allem die tatsächlichen Mess- und Verfahrensdaten entscheidend:
- Vorwerfbarer Wert: Sind 116 km/h tatsächlich der Wert nach Berücksichtigung des Sicherheitsabschlags und damit 16 km/h Überschreitung?
- Toleranz: Wurde bei dem geeichten Messwert oberhalb von 100 km/h die maßgebliche 3-%-Verkehrsfehlergrenze berücksichtigt?
- Messgerät und Unterlagen: Stimmen Geräteeinsatz, Eichstatus, Messprotokoll und die Zuordnung des Messwerts zum Fahrzeug?
- Fahreridentifikation: Ist die fahrende Person auf dem Beweismittel hinreichend sicher zuzuordnen?
Weitere Informationen zu Messverfahren und gerätespezifischen Prüfpunkten finden Sie im Ratgeber zur Messtechnik.
Einspruch prüfen: 116 km/h in der 100er-Zone
Bei 116 km/h bei erlaubten 100 km/h kommt es nicht nur auf die Überschreitung von 16 km/h an. Entscheidend ist auch, ob der vorwerfbare Wert korrekt ermittelt wurde, welches Tempolimit am Messort tatsächlich galt und ob die Messung nachvollziehbar dokumentiert ist.
- Geschwindigkeit prüfen: Sind die vorgeworfenen 116 km/h bereits der Wert nach Toleranzabzug und ergeben sich daraus tatsächlich 16 km/h zu viel?
- Tempolimit am Messort klären: War auf dem Streckenabschnitt tatsächlich Tempo 100 angeordnet bzw. maßgeblich? Beschilderung und Streckenverlauf können hierfür relevant sein.
- Messung prüfen: Messfoto, Messprotokoll, eingesetztes Messgerät, Zuordnung zum Fahrzeug und Toleranzabzug sollten zum konkreten Vorwurf passen.
- Frist im Blick behalten: Wurde bereits ein Bußgeldbescheid zugestellt, läuft grundsätzlich eine zweiwöchige Einspruchsfrist.
Mehr zum Ablauf erfahren Sie in unseren Ratgebern zum Anhörungsbogen und zum Bußgeldbescheid.
Messung von 116 km/h bei Tempo 100 prüfen lassen
Bei einem Vorwurf von 116 km/h geht es für Pkw und Motorrad derzeit um 60 € ohne Punkt. Eine Prüfung kann trotzdem sinnvoll sein, wenn Messwert, Toleranz oder das am Messort geltende Limit unklar sind. Mit unserem kostenlosen Blitzer-Check können Sie den Vorwurf von 16 km/h zu viel einordnen lassen und prüfen, ob sich aus Messung, Toleranz oder Beschilderung Ansatzpunkte für einen Einspruch ergeben.
Kostenlos prüfenHäufige Fragen zu 116 km/h bei Tempo 100
In der 100er-Zone mit 116 km/h geblitzt – was kostet das?
Bei 116 km/h und erlaubten 100 km/h beträgt die vorwerfbare Überschreitung 16 km/h. Für Pkw und Motorrad sieht der Regelsatz 60 € Bußgeld vor; Punkte oder Fahrverbot sind in dieser Stufe nicht vorgesehen.
Gibt es einen Punkt in Flensburg?
Nein. Bei 16 km/h Überschreitung bleibt es für Pkw in dieser Stufe beim Bußgeld ohne Punkt.
Wie wird die Toleranz berücksichtigt?
Bei amtlichen Geschwindigkeitsmessungen wird bei geeichten Messwerten über 100 km/h grundsätzlich eine Verkehrsfehlergrenze von 3 Prozent berücksichtigt. Entscheidend ist der danach zugrunde gelegte vorwerfbare Wert; aus 116 km/h lässt sich der ursprüngliche Messwert nur näherungsweise zurückrechnen.
Was gilt bei 116 km/h bei Tempo 100 auf der Autobahn?
Ist auf dem Autobahnabschnitt Tempo 100 angeordnet und werden 116 km/h als vorwerfbarer Wert zugrunde gelegt, sind das 16 km/h zu viel. Für Pkw und Motorrad gelten die außerörtlichen Regelsätze: 60 € Bußgeld und kein Punkt.
Was gilt für Pkw mit Anhänger oder Lkw?
Für die in der Tabelle zugrunde gelegte Überschreitungsstufe weist sie 140 € Bußgeld, 1 Punkt aus. Zusätzlich muss geprüft werden, welches Tempolimit für das konkrete Fahrzeug am Messort tatsächlich galt.
Wie lange kann ich Einspruch einlegen?
Die Einspruchsfrist beträgt grundsätzlich zwei Wochen ab Zustellung des Bußgeldbescheids.
Andere Werte rund um 116 km/h
Liegt der vorwerfbare Wert etwas höher oder niedriger, kann bereits eine andere Sanktionsstufe gelten. Hier finden Sie die nächstgelegenen Tempo-100-Fälle:
Die Angaben auf dieser Seite werden von unserer Fachredaktion unter Mitwirkung von Andreas Junge, Anwalt mit Schwerpunkt im Verkehrsrecht, auf Grundlage des geltenden Bußgeldkatalogs und der einschlägigen Vorschriften geprüft.