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Inhalt
Bußgeldkatalog 2026 Einzelne km/h-Werte Strafen nach Zone Wiederholungstäter Probezeit-Regeln Toleranzabzug Tempo 30 & Zonen Geblitzt – was tun? Messfehler-Check Häufige Fragen
  1. Innerorts

Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts: Bußgelder 2026

Update

28.06.2026, 17:05

Der Bußgeldkatalog 2026 fällt innerorts etwas strenger aus als außerorts. Ab einer Überschreitung von 21 km/h droht der 1. Punkt in Flensburg, ab 26 km/h ein Fahrverbot für Wiederholungstäter und bereits ab 31 km/h ein Regelfahrverbot von einem Monat. Die aktuelle Bußgeldtabelle für Auto- und Motorradfahrer:

Bußgeldkatalog Innerorts: PKW & Motorrad

Km/h
Punkte Fahrverbot Einspruch
Bis 10 30 € - Nein eher nicht
11 - 15 50 € - Nein eher nicht
16 - 20 70 € - Nein Kostenlos prüfen
21 - 25 115 € 1 Nein Kostenlos prüfen
26 - 30 180 € 1 1 Monat** Kostenlos prüfen
31 - 40 260 € 2 1 Monat Kostenlos prüfen
41 - 50 400 € 2 2 Monate Kostenlos prüfen
51 - 60 560 € 2 2 Monate Kostenlos prüfen
61 - 70 700 € 2 3 Monate Kostenlos prüfen
Über 70 800 € 2 3 Monate Kostenlos prüfen

* Bitte beachten Sie: Die Gebühren eines Bußgeldbescheides betragen 25 € bzw. max. 5% des Bußgeldbetrages. Dazu kommen noch Auslagen in Höhe von 3,50 € für den Postversand. Diese werden beim Aktivieren der Checkbox mit berücksichtigt.

** Ein Fahrverbot von 1 Monat droht, wenn innerhalb eines Jahres zweimal die Geschwindigkeitsbegrenzung um mehr als 26 km/h überschritten wird.

Km/h BG P FV Einspruch
<10 30 € - Nein eher nicht
11-15 50 € - Nein eher nicht
16-20 70 € - Nein Jetzt prüfen
21-25 115 € 1 Nein Jetzt prüfen
26-30 180 € 1 1 M* Jetzt prüfen
31-40 260 € 2 1 M Jetzt prüfen
41-50 400 € 2 2 M Jetzt prüfen
51-60 560 € 2 2 M Jetzt prüfen
61-70 700 € 2 3 M Jetzt prüfen
>70 800 € 2 3M Jetzt prüfen

BG. = Bußgeld, P = Punkte, FV = Fahrverbot, * Für Wiederholungstäter

Innerorts geblitzt worden?

Auch moderne Blitzersäulen und Lasermessgeräte sind anfällig für Mess- und Bedienfehler. Prüfen Sie jetzt kostenlos und unverbindlich, ob sich in Ihrem Fall ein Einspruch lohnt.

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Bußgeld nach exakter Geschwindigkeit (innerorts)

Sie wissen genau, mit wie viel km/h Sie zu schnell waren? In unseren Einzelübersichten finden Sie die konkrete Strafe, den Toleranzabzug und die Einspruchschancen punktgenau für Ihren Fall – von 16 bis 50 km/h zu schnell innerorts:

16 km/h zu schnell 19 km/h zu schnell 21 km/h zu schnell 23 km/h zu schnell 25 km/h zu schnell 26 km/h zu schnell 29 km/h zu schnell 30 km/h zu schnell 31 km/h zu schnell 35 km/h zu schnell 40 km/h zu schnell 45 km/h zu schnell 50 km/h zu schnell

Strafen nach Tempolimit-Zone (20, 30, 50, 60 & 70)

Welches Tempolimit galt an Ihrem Messort? Wählen Sie die passende Zone – jede Übersicht zeigt die Strafen, die Besonderheiten der Beschilderung und Ihre Einspruchschancen für genau dieses Limit:

20 Tempo-20-ZoneVerkehrsberuhigter Geschäftsbereich 30 30er-ZoneSchulen, Kitas & Wohngebiete 50 Tempo 50Innerörtlicher Standard 60 Tempo 60Mehrspurige Hauptstraßen 70 Tempo 70Ringstraßen & Ausfallstraßen

Sonderregelungen für Wiederholungstäter

Ein Fahrverbot droht innerorts normalerweise erst ab einer Überschreitung von 31 km/h. Doch Vorsicht: Bei der sogenannten Wiederholungstäter-Regelung reicht bereits eine geringere Geschwindigkeit aus.

Wer innerhalb von 12 Monaten zweimal mit 26 km/h oder mehr zu schnell geblitzt wird, muss mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Dies betrifft insbesondere den Bereich von 26 bis 30 km/h innerorts, der im Erstfall „nur“ ein Bußgeld und einen Punkt nach sich zieht, im Wiederholungsfall aber den Führerschein kostet. Maßgeblich ist dabei das Datum der Rechtskraft des ersten Bescheides, nicht der Tag des zweiten Verstoßes – ein Detail, das im Einspruch oft den Unterschied macht.

Besonderheiten in der Probezeit

Für Fahranfänger sind die Hürden noch strenger. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h oder mehr wird als sogenannter A-Verstoß gewertet. Die Konsequenzen sind hierbei weitreichend:

  • Verlängerung der Probezeit um weitere 2 Jahre
  • Anordnung eines kostenpflichtigen Aufbauseminars (ASF)
  • Zusätzliche Punkte und Bußgelder gemäß Regelsatz

Gerade in der Probezeit lohnt sich der genaue Blick auf die Messung besonders, da hier neben dem Bußgeld auch die Fahrerlaubnis selbst auf dem Spiel steht.

Toleranzabzug: Das wird abgezogen

Nicht jede gemessene Geschwindigkeit landet eins zu eins auf dem Bußgeldbescheid. Von dem Messwert wird eine Toleranz abgezogen, um kleine Ungenauigkeiten des Geräts auszugleichen:

Bei einer Geschwindigkeit von unter 100 km/h werden in der Regel 3 km/h vom Messwert abgezogen. Da innerorts meist 30 km/h oder 50 km/h gelten, ist dieser Pauschalabzug der Standard. Bei seltenen Messungen über 100 km/h (z. B. auf Stadtautobahnen) beträgt der Abzug 3 % des Messwertes. Wichtig: Maßgeblich für die Strafe ist immer der Wert nach Toleranzabzug – wer mit 54 km/h in der 50er-Zone gemessen wurde, gilt also nur als 1 km/h zu schnell.

Tempo 30 und 30er-Zonen: Hier wird besonders oft geblitzt

Ein Großteil der innerörtlichen Blitzer steht in 30er-Zonen – etwa vor Schulen, Kindergärten und in verkehrsberuhigten Wohngebieten. Die Bußgelder richten sich nach derselben Tabelle wie oben, doch die Hemmschwelle ist niedriger: Wer in einer 30er-Zone mit Tempo 50 unterwegs ist, liegt nach Toleranzabzug bereits bei rund 17 km/h zu viel – ein Bereich, in dem schnell der erste Punkt droht.

Gerade bei Tempo 30 lohnt der genaue Blick auf die Beschilderung: Fehlt das Zonen-Ende-Schild, ist ein Verkehrszeichen zugewachsen oder verdeckt, oder war die Anordnung der Behörde fehlerhaft, kann die Messung im Einzelfall angreifbar sein.

Innerorts geblitzt – was Sie jetzt tun sollten

Nach einer Messung läuft ein festes Verfahren ab. Wer die Schritte kennt, wahrt seine Rechte und verschenkt keine Fristen:

  • Anhörungsbogen abwarten: Meist erhalten Sie zuerst einen Anhörungsbogen. Zur Sache müssen Sie nichts sagen – nur Ihre Personalien sind anzugeben.
  • Frist beim Bußgeldbescheid beachten: Danach folgt der Bußgeldbescheid. Ab Zustellung bleiben Ihnen nur zwei Wochen für den Einspruch.
  • Fahrerermittlung: Wurde nicht der Halter gefahren, kommt häufig ein Zeugenfragebogen ins Spiel.
  • Messung prüfen lassen: Lassen Sie die Messtechnik auf Fehler untersuchen, bevor Sie zahlen.

Messfehler als Chance für den Einspruch

Studien belegen, dass ein signifikanter Teil der Bußgeldbescheide fehlerhaft ist. Oft lohnt es sich, die Messung genau unter die Lupe zu nehmen, da bereits kleine formelle oder technische Fehler das gesamte Verfahren zu Fall bringen können. Häufige Fehlerquellen sind:

  • Falscher Aufstellwinkel: Das Gerät wurde nicht exakt parallel zur Fahrbahn ausgerichtet.
  • Zuordnungsfehler: Bei mehreren Fahrzeugen auf dem Bild ist unklar, wer den Blitz ausgelöst hat.
  • Fehlende Eichung: Das Messgerät war zum Zeitpunkt des Verstoßes nicht gültig geeicht.
  • Bedienfehler: Das Messpersonal wurde nicht ausreichend geschult oder hat das Protokoll fehlerhaft ausgefüllt.
  • Lichtreflexionen: Reflexionen auf dem Foto machen die Identifikation des Fahrers unmöglich.

Bevor Sie das Bußgeld bezahlen oder den Führerschein abgeben, lohnt sich eine fachmännische Prüfung durch einen Experten für Verkehrsrecht. Mehr zu den einzelnen Geräten und typischen Schwachstellen lesen Sie in unserem Ratgeber zur Messtechnik.

Häufige Fragen: Zu schnell innerorts

Ab wie viel km/h gibt es innerorts einen Punkt?

Der erste Punkt in Flensburg droht innerorts ab einer Überschreitung von 21 km/h. Bis 20 km/h bleibt es bei einem reinen Bußgeld ohne Punkt.

Ab wann droht innerorts ein Fahrverbot?

Ein Regelfahrverbot von einem Monat gilt ab 31 km/h. Für Wiederholungstäter kann es bereits ab 26 km/h fällig werden, wenn innerhalb eines Jahres zweimal mehr als 26 km/h gemessen wurden.

Wie viel Toleranz wird innerorts abgezogen?

Bei Messungen unter 100 km/h – also praktisch immer innerorts – werden pauschal 3 km/h vom gemessenen Wert abgezogen.

Lohnt sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

Häufig ja. Ein erheblicher Teil der Bescheide weist Fehler auf – etwa bei Eichung, Aufstellung oder Zuordnung. Eine kostenlose Prüfung zeigt unverbindlich, ob sich ein Einspruch in Ihrem Fall lohnt.

Was kostet 30 km/h zu schnell innerorts?

Eine Überschreitung im Bereich 26–30 km/h kostet innerorts 180 € und einen Punkt. Für Wiederholungstäter kommt ein einmonatiges Fahrverbot hinzu.

Waren Sie außerorts zu schnell?

Außerhalb geschlossener Ortschaften gelten mildere Sätze: Der erste Punkt in Flensburg droht zwar auch ab 21 km/h, ein Regel-Fahrverbot allerdings erst ab 41 km/h. Den vollständigen Bußgeldkatalog außerorts finden Sie hier:

Zur Bußgeldtabelle Außerorts
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Redaktion - Zuschnellgefahren.org

Dieser Beitrag wurde von unserer Fachredaktion in Zusammenarbeit mit unserem Rechtsexperten Andreas Junge erstellt. Wir prüfen die Inhalte regelmäßig auf Basis der aktuellen StVO-Novellen 2026, um Ihnen höchste Transparenz und Rechtssicherheit zu bieten.

Quelle: Bußgeldkatalog (KBA) VUT-Verkehr
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