26 kmh zu schnell außerorts: Aktuelle Strafen 2026
22.03.2026, 13:15
Sie wurden außerorts mit 26 km/h zu schnell geblitzt? Der Bußgeldkatalog 2026 sieht folgende Strafen je nach Fahrzeugtyp vor:
| Fahrzeugtyp |
|
Punkte | Fahrverbot | Einspruch |
|---|---|---|---|---|
| PKW | 150 € | 1 Punkt | 1 Monat* | Kostenlos prüfen |
| Motorrad | 150 € | 1 Punkt | 1 Monat* | Kostenlos prüfen |
| PKW mit Anhänger | 175 € | 1 Punkt | 1 Monat* | Kostenlos prüfen |
| LKW über 3,5t | 175 € | 1 Punkt | 1 Monat* | Kostenlos prüfen |
| Typ |
|
P | FV | Einspruch |
|---|---|---|---|---|
| PKW | 150 € | 1 | 1* | Hier prüfen |
| Motorrad | 150 € | 1 | 1* | Hier prüfen |
| Anhänger | 175 € | 1 | 1* | Hier prüfen |
| LKW | 175 € | 1 | 1* | Hier prüfen |
BG = Bußgeld, BG* mit Gebühren, P = Punkte, FV = Fahrverbot, 1* = 1 Monat für Wiederholungstäter
Gut zu wissen: Die Strafen für eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 26 km/h außerorts gelten gemäß dem aktuellen Bußgeldkatalog 2026 einheitlich für das gesamte Bundesgebiet. Weitere Details finden Sie auch in der Übersicht für Geschwindigkeitsverstöße außerorts.
Mit 26 km/h zu viel außerorts geblitzt worden?
Bevor Sie eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit von 26 km/h außerorts frühzeitig zugeben, können Sie unseren kostenlosen Blitzer-Check nutzen und prüfen lassen, ob ein Einspruch möglich ist.
Zum Blitzer-CheckStrafen für PKW-Fahrer
Eine Überschreitung von 26 km/h mit dem PKW auf der Autobahn oder Landstraße muss laut aktuellem Bußgeldkatalog 2026 mit eine Bußgeld von 150 € rechnen. Zusätzlich wird dieser Verstoß mit 1 Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg eingetragen.
Regelung für Wiederholungstäter
Bei einer Überschreitung von 26 km/h außerorts greift eine kritische Schwelle: die Wiederholungstäter-Regel. Sollten Sie innerhalb von 12 Monaten ein zweites Mal mit mindestens 26 km/h zu viel geblitzt werden, droht ein Fahrverbot von einem Monat. Dies gilt auch dann, wenn der aktuelle Verstoß für Ersttäter noch kein direktes Fahrverbot nach sich zieht.
Strafen für Motorradfahrer
Wer mit dem Kraftrad außerorts die Geschwindigkeit um 26 km/h überschreitet, wird nach den gleichen Maßstäben wie ein PKW-Fahrer sanktioniert. Bei 26 km/h zu viel beträgt das Bußgeld laut Katalog 150 €. Zusätzlich wird dieser Verstoß mit 1 Punkt im Fahreignungsregister vermerkt.
Fahrverbot vermeiden
Vorsicht: Auch für Biker ist die 2x26-km/h-Regel relevant. Wer innerhalb von 12 Monaten zweimal mit mindestens 26 km/h zu viel geblitzt wird, riskiert eine einmonatige Fahrpause – auch wenn der Einzelverstoß noch kein direktes Fahrverbot vorsieht.
Wichtiger Aspekt: Ein Einspruch ist bei Motorradmessungen oft erfolgreich, da das Fehlen des vorderen Kennzeichens die Beweislast der Behörde erschwert. Ein Einspruch kann daher besonders erfolgversprechend sein, wenn das Blitzerfoto keine eindeutige Zuordnung der Person zulässt.
Strafen für LKW-Fahrer & Gespanne
LKW über 3,5 Tonnen und PKW mit Anhänger unterliegen deutlich strengeren Regeln, da die kinetische Energie und damit das Unfallrisiko bei diesen Fahrzeugen massiv höher ist. Bei 26 km/h zu schnell außerorts wird ein Bußgeld von 175 € fällig.
Zusätzlich wird dieser Verstoß mit 1 Punkt in Flensburg sanktioniert. Aufgrund der massiven Überschreitung droht zudem ein Fahrverbot von 1 Monat*.
Toleranzabzug bei 26 km/h zu schnell außerorts
Im Vorfeld der Festsetzung Ihrer Strafe wegen 26 km/h zu viel auf der Autobahn oder Landstraße muss die Behörde einen Korrekturwert abziehen. Dieser Abzug dient dazu, minimale Abweichungen des Messgeräts (z. B. Poliscan oder Traffistar) auszugleichen:
- Unter 100 km/h: Es werden pauschal 3 km/h vom gemessenen Wert abgezogen.
- Über 100 km/h: Es erfolgt ein Abzug von 3 % (stets aufgerundet auf den nächsten vollen km/h).
Was das für Ihren Fall bedeutet: Mit genau 26 km/h zu viel haben Sie die Schwelle zur Wiederholungstäter-Regelung erreicht. Eine fehlerhafte Toleranzberechnung könnte hier den Unterschied zwischen 'Führerschein behalten' und 'Fahrverbot' ausmachen. Wenn Ihnen eine Überschreitung von exakt 26 km/h außerorts vorgeworfen wird, war die Nadel auf Ihrem Tacho ursprünglich noch deutlich weiter oben.
Ein Einspruch gegen den Bescheid zielt oft darauf ab, nachzuweisen, dass der Toleranzabzug nicht ausreicht, um die tatsächliche Fehlermarge des spezifischen Blitzers abzudecken. Gerade wenn Sie durch eine Korrektur unter eine wichtige Grenze (Punkte oder Fahrverbot) fallen würden, ist eine fachliche Prüfung ratsam.
Zusätzliche Strafen in der Probezeit
Für Fahranfänger ist die Grenze von 21 km/h das absolute Limit. Bei 26 km/h zu schnell außerorts begehen Sie einen schwerwiegenden A-Verstoß. Dies bleibt für Ihren Führerschein nicht ohne Folgen:
- Probezeitverlängerung: Ihre Probezeit verlängert sich automatisch um weitere zwei Jahre.
- Aufbauseminar (ASF): Sie müssen an einem Aufbauseminar für Fahranfänger teilnehmen. Die Kosten hierfür liegen meist zwischen 300 € und 500 €.
- Finanzieller Vorteil durch Einspruch: Da das Seminar oft teurer ist als das eigentliche Bußgeld, lohnt sich ein Einspruch hier doppelt, um die Probezeit-Maßnahmen komplett abzuwenden.
Einspruch prüfen
Ein Bußgeldbescheid wegen 26 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften kann aufgrund von Messfehlern oder Formfehlern der Behören angefochten werden. Da dieser Verstoß bereits zu einem Punkt in Flensburg führt, sollten Sie genau prüfen lassen, ob das Messverfahren ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Schon ein kleiner Formfehler kann den Punkt verhindern.
Tempolimit um 26 km/h außerorts überschritten?
Unsere Blitzer-Experte prüft für Sie kostenlos und unverbindlich, ob bei Ihrer Messung Fehler vorliegen und berät Sie zu Ihren Möglichkeiten bei der zuständigen Bußgeldstelle Einspruch einzulegen.
Zum Blitzer-CheckWeitere Informationen & Bußgeld-Überblick
Sie möchten sich über Strafen für weitere Tempoüberschreitungen informieren? Nutzen Sie unsere Schnellnavigation oder besuchen Sie den Bußgeldkatalog außerhalb geschlossener Ortschaften.
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Redaktion & Expertise: Prüfung durch Andreas Junge (Rechtsanwalt für Verkehrsrecht. Stand: Bußgeldkatalog 2026.